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Am 24. Juni wird das 133. Österreichische Traber-Derby gelaufen. Hier eine Vorschau zu den potentiellen Startern von Alexander Sokol:

 

DER FAVORIT

FREEMAN VENUS
Trainer: Franz Konlechner
Besitzer: Stall Top Secret
Züchter: AGRO Hochstaffl s.r.o.

Freeman Venus

10 Starts – 5 Siege/3x Platz (2./3)
Gewinnsumme: € 41.292,--

Mit Ausnahme des AROC Derby’s konnte Freeman Venus alle Jahrgangsrennen 2017 für sich entscheiden und wurde somit auch verdient zum Traber des Jahres gewählt. Beim Jahresdebüt in hoher Gewinnklasse konnte er mit einem Start-Ziel Erfolg auch gleich wieder gewinnen. Somit bestärkt und unterstreicht dieser Sieg auch die Favoritenrolle des Light Kronos-Sohnes, auch wenn er sich bei seinem ersten Auftritt über die Derbydistanz mit Rang zwei zufrieden geben musste. In diesem Rennen war man lediglich vom sehr starken Franzosen Dragon Darche geschlagen, womit die Niederlage also nur ein kosmetischer Fehler zu sehen ist. Die Favoritenrolle bleibt also weiterhin beim Dominator des Vorjahres.

 

DIE HERAUSFORDERER

I LOVE YOU DARLING
Trainer: Gregor Krenmayr
Besitzer: Sabine Jackson
Züchter: AGRO Hochstaffl s.r.o.

I love you Darling

13 Starts – 5 Siege/3x Platz (2./3)/1x Geldgewinn (4./5.)
Gewinnsumme: € 22.295,--

Im Gewinnranking steht I Love You Darling noch an zweiter Stelle, als erste Herausforderin zählt sich nach der letztjährigen Saison sicherlich aber nicht. Von Gregor Krenmayr wurde sie bereits vor den ersten Lebensstarts als frühreif bezeichnet was sie dann auch mit einer ungeschlagenen Zweijährigen Saison auch bestätigte. Letztes Jahr lief aber sowohl renntechnisch als auch gesundheitlich nicht zufriedenstellend ab. Möglich, dass diese Umstände auch an der Moral von I Love You Darling gekratzt haben. Beim Jahresdebüt war der Auftritt nur kurz. Nachdem man versucht hatte mit einem Blitzstart eine Lage zu bekommen, was allerdings nicht gelang, versuchte Gregor Krenmayr sie aufzunehmen um einzuparken. Dabei patzte sie jedoch und musste gemaßregelt werden. In höherer Klasse gefiel sie mit Rang zwei zur letztjährigen Derbystarterin die nach einem verpatzten Vorjahr wohl wieder zu alter Stärke gefunden hatte, womit man die Leistung beim Ehrenplatz von I Love You Darling durchaus als sehr gut einstufen konnte. Diese bestätigte die 2-Jährigen Dominatorin dann auch mit dem Sieg im Hambletonian-Preis, bei dem sie erstmals von Matthias Schambeck pilotiert wurde der sie auch im Derby fahren wird. Durch die letzten zwei starken Auftritte hat sie sich auch wieder ein wenig näher ins Rampenlicht um einen möglichen Sieg im Derby gerückt.

 

JUWEL VENUS
Trainer: Gregor Krenmayr
Besitzer: Stall A+S 2003
Züchter: AGRO HOCHSTAFFL s.r.o.

Jewel Venus
5 Starts – 2 Siege/2x Platz (2./3.)/1x Geldgewinn (4./5.)
Gewinnsumme: € 15.820,--

Im Vorjahr war er noch unter der Obhut des italienischen Trainers Paolo Romanelli gestanden. Nachdem dieser gute Arbeit mit dem schwierigen Dreijährigen verrichtet hatte, hatten sich Sabine Jackson und Alfons Müller entschieden ihn nach der Saison zu sich nach Hause zu holen. Mit zwei Ehrenplätzen zu Freeman Venus im Badener Zucht-Preis und im Anton Poschacher-Gedenkrennen konnte er jeweils gefallen, doch ist er stets ein schwieriger Patron gewesen und immer gut für einen Fehler, den er im AROC Derby leider auch auf der Überseite einstreute. Wenn man sich ansieht wie stark er noch herangelaufen ist als Vierter in diesem Rennen, kann man wohl von einem möglich verschenkten Sieg sprechen. Derzeit wird Juwel Venus in Hörsching der letzte Feinschliff für die heurigen Jahrgangsrennen verpasst. Im Welser Probelauf schien es zumindest als wäre er ein wenig besser hinter den Pferden zu handhaben und auch hinter dem Auto machte er einen sichereren Eindruck. Am diesmaligen Renntag testet man abermals in einem Probelauf, ehe es nächste Woche erstmals in einem Rennen wohl ernst werden wird. Vom Potenzial das man letztes Jahr zumindest erkennen konnte und auch vom Laufvermögen scheinen ihm wohl die 2600 Meter über die es im Derby geht am wenigsten anzuhaben.

 

DIE PLATZANWÄRTER

AQUILA VENUS
Trainer: Mats Strandquist
Besitzer: Stall Kottingbrunn
Züchter: AGRO Hochstaffl s.r.o.

Aquila Venus

10 Starts – 3 Siege/3x Platz (2./3.)/3x Geldgewinn (4./5.)
Gewinnsumme: € 18.820,--

Aquila Venus war die einzige die Jahrgangsprimus im Ebreichsdorfer Pferdesportpark Magna Racino im AROC Derby ein Bein stellen konnte. Sie war auch in den sonstigen Zuchtrennen immer um Platzgelder bemüht, muss aber im Hinblick auf das Derby wieder mehr zeigen als bei den bisherigen beiden Jahresstarts. Sollte sie sich nicht steigern können generell ein Geldgewinn im Derby nicht leicht zu holen sein.

 

ECOTURBINA
Trainer: Sascha Fischer
Besitzer: Herbert Wirtl
Züchter: Salat & Co. s.r.o.

Ecoturbina

7 Starts – 2 Siege/1xPlatz (2./3.)/1x Geldgewinn (4./5.)
Gewinnsumme: € 6.928,--

Nach einem Kreuzschlag musste sie seit ihrem Sieg am in Ebreichsdorf am 22.04.18 pausieren. Geplant ist ein Start jedenfalls wieder 14 Tage vor dem Derby, vermutlich aber in einem normalen Rennen und nicht im Derbyversuchsrennen, was allerdings noch nicht ganz fix ist.

 

COK JET VENUS
Trainer: Franz Konlechner
Besitzer: Stall Top Secret
Züchter: AGRO HOCHSTAFFL s.r.o.

Cok Jet Venus

8 Starts – 6 Siege/2x Geldgewinn (4./5.)
Gewinnsumme: € 6.323,--

Mit einen halben Dutzend an Siegen hat der zweite Derbystarter von Franz Konlechner die meisten Ehrenparaden überhaupt im ganzen Derbyfeld drehen dürfen. Im Hambletonian – seinem ersten Jahrgangsvergleich – versuchte man es wieder von der Spitze aus, jedoch musste man sich dem immer wieder größer werdenden Druck der Konkurrenz beugen womit schlussendlich wie beim Lebensdebüt Rang vier herausschaute. Im Hinblick auf das Derby ein kleiner Rückschlag, womit man im Jahrgang wohl ein Rennen aus dem Feld in Kauf nehmen muss. Er bleibt weiterhin einer der Platzanwärter, muss sich jedoch steigern will er wirklich um eine der besseren Prämien kämpfen.

 

DIE CHANCENPFERDE

KURT COBAIN
Trainer: Jiri Svoboda
Besitzer: Ecurie JS
Züchter: Jiri Svoboda

kein Bildmaterial vorhanden

16 Starts – 3 Siege/5 Plätze (2./3.)/4x Geldgewinn (4./5.)
Gewinnsumme: € 9.087,--

Als krasser Aussenseiter jeweils in die Jahrgangsrennen gestartet aber mit zwei kleineren Geldgewinnen wieder aus den Bewerben zurückgekehrt ist der zumeist in Tschechien, der Heimat seines Besitzers und Trainers, eingesetzte Kurt Cobain. Sein einziger Start heuer hat nicht lang angedauert war nach einem Startfehler bereits eine halbe Runde später nach einem weiteren Fehler Endstation. Die letzten beiden Leistungen lassen eine bessere Platzierung im Derby vorerst einmal in weitere Ferne rücken.

 

OPAL VENUS
Trainer: Gregor Krenmayr
Besitzer: Stall Patteriol
Züchter: AGRO HOCHSTAFFFL s.r.o.

Opal Venus

8 Starts – 4 Siege/2x Platz (2./3.)
Gewinnsumme: € 6.350,--

Er ist nach den bisherigen Leistungen – auch wenn die Bilanz von 4 Siegen bei 7 Starts natürlich hervorragend ist – nicht unbedingt in der ersten Linie der Herausforderer zu nennen, hat sich aber zumindest das Prädikat „Chancenpferd“ verdient. Opal Venus hat sich über den Winter aber mächtig entwickelt und hinterlässt in den Arbeiten einen verdammt guten Eindruck. Der Probelauf war sehr ordentlich und auch beim Jahresdebüt gefiel er mit Rang zwei, nachdem er im zweiten Bogen nahezu umgeführt wurde und eigentlich schon aus dem Rennen schien sich aber im Finish nochmals stark präsentierte und nur hauchdünn geschlagen geben musste. Bekommt er eine passende Startnummer im Derby kann er durchaus um ein gutes Geld mitmischen.

 

DIE CHANCENREICHEN AUSSENSEITER

CARAVAGGO VENUS
Trainer: Johann Lichtenwörther
Besitzer: Kurt Sokol
Züchter: AGRO Hochstaffl s.r.o.

Caravaggo Venus

 11 Starts – 3 Siege/5x Platz (2./3)/2x Geldgewinn (4./5.)
Gewinnsumme: € 5.552,--

Heuer gelangen Caravaggo Venus bereits drei Siege. Ein möglicherweiser vierter Erfolg war ihm am 17.05. verwehrt worden. Nachdem eine Teilnehmerin in seinem Rad hängen blieb löste sich in der Schlusskurve der Reifen vom Rad wodurch er von diesem unbekannten Geräusch irritiert durchging und einsprang. Er ist aber sicherlich das Pferd mit dem größten Schritt nach vorne und bei etwas Rennglück im Derby einer der chancenreichen Aussenseiter die vielleicht um ein Platzgeld überraschen können.

 

SCHÖNBRUNN
Trainer: Sascha Fischer
Besitzer: Stall Parlavantage
Züchter: Josef und Astrid Rupp

Schönbrunn

9 Starts – 4 Siege/1x Geldgewinn (4./5.)
Gewinnsumme: € 4.780,--

Ein wenig sicherer als in der Vorsaison präsentiert sich heuer Schönbrunn, der drei seiner vier Starts heuer siegreich beenden konnte. Derzeit liegt er auf Rang zehn im Gewinnranking der Derbystarter, doch ist man sich in seinem Umfeld noch nicht sicher ob man den Conway Hall-Sohn auch wirklich ins Derby schickt, ist er doch noch immer sehr schwer zu „handeln“ und gegen die Top-Konkurrenz fehlt doch noch ein wenig um ganz vorne mitmischen zu können.

 

SOMEBODY’S DIAMOND
Trainer: Gregor Krenmayr
Besitzer: Helmut Baumgartner und Erwin Klettenhofer
Züchter: Helmut Baumgartner und Erwin Klettenhofer

Somebodys Diamond

4 Starts – 4 Siege
Gewinnsumme: € 4.454,--

Der einzige Teilnehmer der auch schon öfter am Ablauf war und bisher ohne Niederlage ist, ist Somebody’s Diamond. Er gilt eigentlich als Derbyfixstarter, ist in den Arbeiten aber noch nicht ganz so willig wie sich der Trainer es wünscht. Er macht meist dass was er will und nicht das was von ihm verlangt wird. Eigentlich hätte er schon sein Jahresdebüt geben sollen, musste aber durch eine Entzündung mit Antibiotika behandelt werden. Ob sich ein Start im Derby noch ausgeht wird von den nächsten Tagen abhängen. Er ist sicherlich ein Pferd mit viel Potenzial, wie gesagt allerdings fraglich ob er im Rennen der Rennen überhaupt antreten kann.

 

NANNY MCPHEE
Trainer: Gregor Krenmayr
Besitzer: Peter Krb
Züchter: Peter Krb

Nanny McPhee 8 Starts – 2 Siege/2x Plätze (2./3.)
Gewinnsumme: € 2.240,--

Vor rund zehn Wochen übersiedelte Nanny McPhee in das Trainingsquartier von Gregor Krenmayr und absolvierte ihr Jahresdebüt gleich siegreich. Nach einer Karambolage beim zweiten Jahresstart sprang sie im Einlauf weg und war auch beim Start im Hambletonian fehlerhaft gewesen. Ein Start im Derby ist also ein wenig in die Ferne gerückt, möglicherweise kommt ihr dieses Rennen ein wenig zu früh. Das Potenzial glattlaufend über die Distanz bestehen zu können wäre auf alle Fälle vorhanden.

 

A CHOCOLATE DREAM
Trainer: Gregor Krenmayr
Besitzer: Stall Kaufbeuren
Züchter: Helmut und Harald Guber

A Chocolate Dream

6 Starts – 4 Siege/2x Platz (2./3.)
Gewinnsumme: € 4.517,--

Vom läuferischen Potenzial her wäre A Chocolate Dream auf jeden Falle eine Fixstarterin. Jedoch ist sie nach den Rennen oft einmal instabil und hat das eine oder andere Wehwehchen an den Beinen, was im Hinblick auf das Derby nicht unbedingt von Vorteil ist. Man wird bei ihr sehen wie die nächsten Wochen verlaufen und ob man dann wirklich den Start im Derby wagt. Sollte sie „fit and well“ am Ablauf sein, kann sie bei passenden Bedingungen durchaus um ein Platzgeld mitmischen. Im Hambletonian konnte sie nach ihren zwei Jahressiegen mit Rang drei in ihrem ersten Jahrgangsvergleich durchaus gefallen womit weiter spannend ist ob sie im Rennen der Rennen an den Ablauf kommen wird.

 

AUSSENSEITER

CREDIT VENUS
Trainer: Mats Strandquist
Besitzer: Stall Kottingbrunn
Züchter: AGRO HOCHSTAFFL s.r.o.

kein Bildmaterial vorhanden

13 Starts –2x Platz (2./3.)/3x Geldgewinn (4./5.)
Gewinnsumme: € 4.480,--

Seine bisher einzigen Platzgelder konnte Credit Venus in Zuchtrennen holen. Als Zweijähriger wurde er im Theodor Mautner-Markhof Gedenkrennen ebenso Dritter wie vergangene Saison im Badener Zucht-Preis. Bei seinen Starts heuer holte er kleinere Gelder, jedoch muss für einen Geldgewinn im Derby sicherlich deutlich mehr kommen.

KIWI’S RASCAL
Trainer: Gerhard Mayr
Besitzer: Stall Antonshof
Züchter: Serena Hamberg

Kiwis Rascal

12 Starts – 3 Siege/3xPlatz (2./3.)/2x Geldgewinn (4./5.)
Gewinnsumme: € 4.184,--

Im Gegensatz zum Vorjahr hat Gerhard Mayr heuer keinen Favoriten im Derby zu steuern. Für Kiwi’s Rascal dessen Linie erst im Alter stärker wird, kommt das Derby vermutlich zu früh. Bisher waren auch die Starts, wenn auch schon teilweise erfolgreich, über die Mitteldistanz noch nicht ganz so überzeugend womit es für die Steherstrecke gegenüber der Konkurrenz schwer werden wird, jedoch sollte man einen Gerhard Mayr nie ganz unterschätzen.

 

MS NEYMAR
Trainer: Cornelia Übleis
Besitzer: Stall Weixlbaumhof
Züchter: Josef Maier

MS Neymar

13 Starts – 4 Siege/3x Platz (2./3.)
Gewinnsumme: € 3.460,--

Auch wenn er natürlich als einer der Aussenseiter im Feld gilt, will „Sepp“ Maier die Chance nutzen und geht mit seinem selbst gezüchteten MS Neymar auf alle Fälle in das Rennen der Rennen. Laufvermögen hatte er ja schon einige Male angezeigt und bei seinen Siegen heuer zeigte er starke Leistungen, beim dritten Platz jedoch schadete er sich mit einer Unkonzentriertheit war er doch einige Spuren nach aussen gewichen. Ist er voll bei der Sache, hat er sicherlich das Zeug um ein kleineres Geld im Derby mitzumischen.

 

PRINCESS AS
Trainer: Gregor Krenmayr
Besitzer: Stall A+S 2003
Züchter: Alfons Müller und Sabine Jackson

Princess AS

8 Starts –3x Platz (2./3.)/2x Geldgewinn (4./5.)
Gewinnsumme: € 3.475,--

Princess AS kommt von Start zu Start immer besser in Schwung und konnte im Hambletonian fast sogar ihre Stallgefährtin I Love You Darling noch erreichen. Sicherlich benötigt sie ein ideales Rennen, doch ist sie für eine Prämie nach dieser starken Leistung auch nicht mehr auszuschliessen.


Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche andere vierjährige Traber mit aufrechter Nennung für das Derby 2018. Wollen sie eine prominentere Rolle spielen, so müssen sie eine deutliche Leistungssteigerung aufzeigen. Alle Nennungen finden Sie unter folgendem Link: http://krieau.at/images/hauptrennen/uploads/938/wtvhpsterrderby20182.pdf