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Das Lot von Walter Bauer bestens in Schuss hat derzeit Trainer Peter Schwarzlmüller. Zum Auftakt in die Super 76-Wette gab es am Samstag den 5.2. gleich einmal einen Paukenschlag durch Free Soul, den Erich Kubes aus dem Band heraus perfekt ins Rennen gebracht hatte, um gleich an die Spitze zu gehen. Bekanntlich braucht der mittlerweile 8-jährige Alesi Om-Sohn immer 2-3 Starts um dann endlich in den Rennrhythmus zu finden, dennoch war mit einem Sieg nicht wirklich zu rechnen, standen doch die Favoriten mit Hour of Power, der sich zu Beginn des Einlaufes um ein Platzgeld versprang, und Margaux, der erst spät freie Fahrt vorgefunden hatte, die gemeinten Pferde im Zulagenband. Durch ein gleichmäßiges zügiges Tempo konnte sich Erich Kubes die Verfolger vom Leib halten, um Free Soul nach knapp über zwei Jahren Sieglosigkeit wieder zu einem vollen Erfolg zu führen.

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Free Soul mit Erich Kubes

 

Innerhalb der PMU-Rennen holte der Stall mit den rot-silbernen Farben weitere zwei Rennen. Zunächst schlug Johann Preining jun. mit der seit 2019 auf Grund von Verletzungen geplagten, und erst wieder Ende des Vorjahres auf den Plan tretenden Bezaubernde Jeannie trotz aufwendigen Rennverlaufes zu, und holte somit ihren zehnten Karrieresieg bei 19 Starts, ehe zum Abschluss der Super 76-Wette nochmals Erich Kubes, diesmal im Speed, mit Adrenalin zuschlagen konnte und somit ein Tages-Double bei den Profis holen konnte.

Selbiges gelang „Hansi“ Preining bei den Amateuren, der bereits vor dem Sieg mit Bezaubernde Jeannie den bei den letzten vier Starts doch recht farblos laufenden Zanetti Venus neues Leben einhauchte. Das Duo versteht sich überhaupt prächtig, war es doch beim dritten gemeinsamen Antreten der dritte Sieg. Auf Grund der eben schwachen Leistungen bei den Auftritten davor, war es nach Free Soul die zweite Überraschung des Tages, allerdings nicht die letzte an diesem Renntag.

Im ersten der fünf PMU Premium Races musste nämlich die Bank des Tages in der Super 76-Wette, Tirana, nach abermaligem aufwendigen Rennverlauf diesmal mit Rang drei vorliebnehmen, hatte ihr doch Erich Kubes mit How Nice S.R. den Weg an die Spitze verwehrt. Trotz sehr starker Form und abermals toller Leistung, reichte es jedoch für die schwedisch registrierte Stute wieder nicht zum Sieg, flog doch im Einlauf noch Hulk Venus in Tagesbestzeit von 1:15,2/2100 Meter vorbei, und dass zum höchsten Siegtoto des Tages mit 35,3 für 1. Da in dieser Prüfung der Viererwette-Jackpot ausgespielt wurde und Favoritin Tirana „nur“ Dritte wurde, wurde die Wette abermals nicht getroffen und bringt somit für den kommenden Sonntag-Renntag einen schönen Pot von 5.415,80 Euro netto.

Nur zwei Rennen später krachte es erneut am Wettmarkt. Zunächst schien in der einzigen Sprintprüfung des Tages alles nach Plan zu verlaufen, hatte doch Favorit Armando RS nach 400 Meter die Führung übernommen. Jedoch musste Franz Konlechner mit seinem Schützling eben am Anfang viel für das Kommando investieren, dies rächte sich jedoch in der Endphase, wo dann die Außenseiter das Rennen unter sich ausmachten. Die zuletzt immer wieder um Platzierungen kämpfenden MS Junglefire und Nadi Venus schienen sich um den Sieg zu streiten, ehe ganz außen die zuletzt schon aufstrebend laufende Grace du Bisson förmlich noch vorbeiflog. In diesem Dreierwette-Jackpotrennen war ebenso kein Wetter auf diese Kombination gekommen, womit es auch hier Doppeljackpot heißt.

Durch die vielen Außenseiter-Siege wurde klarerweise auch die Super 76-Wette nicht erraten und weist einen Netto-Pot von über 8.900 Euro für Sonntag, 13.02.2022 aus.

Wie bereits Tirana zuvor musste der ebenso bisher heuer bei zwei Antreten siegreiche Aaron eine Niederlage einstecken. Trotz auch diesmal für seine Verhältnisse rasche Führung, fand er in Derbysieger 2020 Diamant Venus seinen Meister. Dieser setzte auf der letzten Gegenseite zu einem sehenswerten Vorstoß an, der ihn innerhalb von 200 Metern vom achten auf den ersten Platz beförderte. Schlussendlich gewann Diamant Venus mit seinem Trainer Wolfgang Ruth überlegen mit fünf Längen Vorsprung auf Aaron, Rang drei ging an Escada.

In der vierten Tagesprüfung suchte Madness zunächst den Rücken des Führenden Zeppelin Venus, der vorne weg gleichmäßig schnell unterwegs war, jedoch etwa 700 Meter vor dem Ziel sein Tempo nicht mehr halten konnte. Diesen Moment nutzte Thomas Pribil mit Madness aus, um in kürzester Zeit sich nicht nur am Führenden vorbei zu schieben, sondern sich auch gleich um unzählige Längen von der Konkurrenz zu entfernen um vor den Außenseitern CC O und Vanessa P überlegen Weile laut Zielrichter zu gewinnen.

Bleibt noch die erste Tagesprüfung, die auch den einzigen Favoritensieg bzw. -einlauf des Samstags brachte. Hier gewann der bei den Starts davor schon immer stärkerer werdende Bold Eagle San mühelos vor Alegria und Power Classic.

Die weiteren Sieger des Renntages:

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Bold Eagle San mit Hubert Brandstätter

 

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Zanetti Venus mit Johann Preining jun.

 

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Madness mit Thomas Pribil

 

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Hulk Venus mit Carsten Milek

 

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Bezaubernde Jeannie mit Johann Preining jun.

 

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Grace du Bisson mit Mario Zanderigo

 

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Adrenalin mit Erich Kubes

 

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Diamant Venus mit Wolfgang Ruth

 

Diese und weitere Fotos sind bei Rennbahnfotograf Edi Risavy (www.pferderennfoto.at) erhältlich.

 

Bericht: Alexander Sokol
Redaktion: Andreas Binder
Fotos: Edi Risavy