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Eigens für diesen Renntag am 20.2. war Victor Gentz mit seinen zwei Schützlingen Gustavson Be und Undigious Diamant aus der Trainingsstätte in Berlin-Mietgendorf angereist, sind doch Rennen in deren Gewinnklasse auf den Berliner Rennbahnen derzeit rar bzw. fallen oft dem Rotstift zum Opfer.

Bei Gustavson Be, der nach längerer Verletzungspause erst wieder seit dem Herbst des Vorjahres regelmäßiger am Start zu sehen ist, war neben der wiederkehrenden Form mit dem Sieg in Gelsenkirchen am 17.01. die Frage wie er sich mit dem Krieauer Geläuf zurechtfindet. Die Antwort war mit einem sehr leichten Erfolg trotz Rennens in zweiter Spur ohne Führpferd rasch gegeben, und im anschließenden Siegerinterviewer fügte Victor Gentz sogar an, dass sich Gustavson Be auf noch keiner Bahn so wohl gefühlt hat und so gut gelegen ist. Mighty Hanover hatte zunächst die Initiative übernommen und führte das Feld auch bis in den Einlauf an, den Druck des Siegers konnte er dann jedoch nicht mehr standhalten, verteidigte aber Rang zwei vor dem stets dahinter gesteuerten Cashback Pellini sowie den beiden Lenz-Cracks King of the World und Orange Venus.

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Gustavson Be mit Victor Gentz

 

Zum Abschluss des fünften PMU-Renntages des Jahres löste auch Undigious Diamant, nach kurzer Rochade des dabei einspringenden Serafino, die Aufgabe souverän und gewann vor der stets Top 3-Platzierungen abliefernden Escada sowie den stetig im Vordertreffen zu sehenden Juliano Mo.

Die PMU Premium Races waren überhaupt fest in deutscher Fahrerhand, auch wenn der gebürtige Berliner Carsten Milek durch seine langjährige Tätigkeit in Österreich bereits zum heimischen Inventar zählt. Zunächst holte er sich den Sieg mit Favorit Bollinger Mail über die Steherstrecke. Dabei schickte er den laufgewaltigen Italiener nach sehr ruhigem Start bereits nach 600 Metern mit wuchtigem Vorstoß vom Ende des Feldes an die Spitze und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Jedoch war im Finish Bezaubernde Jeannie noch sehr nahe an Bollinger Mail herangekommen, die auf der letzten Gegenseite noch an vorletzter Position auszunehmen war, auf den letzten 650 Metern aber Gegner um Gegner überholte um noch auf Rang zwei zu laufen. Blue Solitaire trabte stets im Vordertreffen, kam dann aber erst spät im Schlussbogen aus ihrer Umklammerung frei, gefiel jedoch mit Rang drei wie die beiden Erstplatzierten.

Nachdem der hohe Favorit Beppi Santana bereits beim „Ab“ in verbotener Gangart zu sehen war und auch Frodo Venus wegen Galopps disqualifiziert wurde, übernahm nach Führung von Seppi Barosso Anfang der Tribünengeraden Tirana das Zepter und legte vorne weg ein sehr ansehnliches Tempo vor. Bis etwa 600 Meter vor dem Ziel sah man die verbliebene 5er Formierung in einer Spur gehalten, ehe aus dritter Position kommend Hulk Venus in die zweite Spur wechselte und dahinter auch Good Game BR weiter nach vorne zog. Hulk Venus machte im Schlussbogen langsam aber doch Meter um Meter auf die Führende Tirana gut und stellte diese zu Beginn der Einlaufgeraden zum Kampf, um letztendlich noch sicher zu gewinnen. Good Game BR konnte dem Duo gegen Ende hin nicht folgen, machte als Dritter aber unter Einstellung seiner bisherigen Rekordmarke gute Figur, währenddessen die zwei Erstplatzierten ihre Lebensrekorde doch deutlich verbessern konnten.

Zum Start in den Renntag suchten erstmals in dieser Saison die „Freunde des Trabrennsports“ ihren ersten Sieger und fanden diesen in Dominator Venus. Zunächst gab klarerweise das erste Band den Ton an. Hier führte nach kurzzeitiger Führung von Stallgefährtin Je taime H in weiterer Folge Komtess Bo das Feld bis Mitte der letzten Gegenseite an. Dort zog dann Floor Charisma vorbei und versuchte sich sogleich abzusetzen. Favorit Dominator Venus ließ dahinter aber nicht locker und zog im Einlauf mühelos an Floor Charisma vorbei, die allerdings weit vor Je taime H das zweite Geld abgesichert hatte.

Zum Start in die Super 76-Rennen, welcher durch den Jackpot nochmals ordentlich angefüllt wurde, erbte die nahezu stetig an vierter Stelle außen trabende Dirty Dancing den Sieg, wurde doch der vom Fleck weg in Führung gelegene Nelson Venus im Einlauf in der Gangart zunehmend schlechter und wurde von der Rennleitung gemaßregelt. Tristan Mo fand bei seinem Jahresdebüt nach längerer Pause gleich gut ins Rennen und folgte stets im Sog des Piloten um den zweiten Platz noch vor dem im Schlussbogen kurz fehlerhaften Favoriten Power Classic zu behalten.

In der dritten Tagesprüfung gewährte Kiwi’s Take Five Olivia Venus den Vortritt, um seinerseits dann etwa 1200 Meter vor dem Ziel an die Spitze zu gehen. Der spätere Sieger Varadero Venus war nach ruhigem Start als erstes Pferd in zweiter Spur zu sehen und rückte im Laufe des Rennens immer näher an Kiwi’s Take Five heran, erhöhte dann im Schlussbogen mühelos das Tempo um sich überlegen durchzusetzen. Die hinter Varadero Venus in zweiter Spur trabenden Armando RS und Mister Lord Venus kämpften dahinter um die besseren Gelder, wo Mister Lord Venus das bessere Ende für sich hatte, während Kiwi’s Take Five in der entscheidenden Phase ebenso wenig zusetzen konnte wie die dahinter trabende Olivia Venus.

Recht rasch machte Josef Maier im vierten Rennen mit seiner MS Junglefire alles Richtung Sieg klar, übernahm man doch gleich das Kommando und verteidigte diese Position bis ins Ziel. Die immer dahinter liegende CS Think Pink bestätigte die Leistung von der Woche davor mit einem abermaligen zweiten Platz, vor der beim Jahresdebüt streng an der Innenkante gehaltenen Lieserl.

In der offensten Prüfung des Tages nutzte Vivien Venus lange Zeit den Windschatten von Lalita Mo aus, um auf der letzten Gegenseite in die zweite Spur zu wechseln und sich an der „Leaderin“ im Einlauf vorbei zu schieben, wo Lalita Mo dann komplett nachgegeben hatte. Yesterday Venus kam Mitte des Schlussbogens aus der Innenspur frei und versuchte sich an Vivien Venus anzuhängen, jedoch hatte Vivien Venus ausreichend Reserven, um sich zu einem leichten Erfolg lösen, womit Yesterday Venus Rang zwei verblieb, vor der wiederum stets dahinter laufenden Grace Attack Venus.

Auf Grund der doch programmgemäßeren Einläufe als in den Wochen zuvor, wurde auch der Super 76-Pot geleert, wo sich die 23 Gewinner über die schöne Auszahlungssumme von 1.964,00 Euro für 18 Cent Grundeinsatz freuen konnten.

Der nächste Renntag am Sonntag, 27.02.2022 ist der Abschluss der zehn Renntage andauernden PMU Premium Race-Serie.

Die Sieger des Renntags:

 

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Dominator Venus mit Herrmann Gruber

 

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Dirty Dancing mit Robert Borghuis

 

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Varadero Venus mit Christoph Fischer

 

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MS Junglefire mit Josef Maier

 

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Vivien Venus mit Gerhard Mayr

 

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Bollinger Mail mit Carsten Milek

 

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Hulk Venus mit Carsten Milek

 

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Undigious Diamant mit Victor Gentz

 

Diese und weitere Fotos sind bei Rennbahnfotograf Edi Risavy (www.pferderennfoto.at) erhältlich.

 

Bericht: Alexander Sokol
Redaktion: Andreas Binder
Fotos: Edi Risavy