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Eingeleitet wurde der Renntag am 4.12. mit einem Probelauf und dem Finallauf des Mini-Traber-Team-Austria. Erstmals absolvierte Timo Hammerschmidt die Fahrt hinter Nero allein, und konnte das Rennen prompt Start-Ziel überlegen für sich entscheiden. Mit Topspeedleistung rauschte im Einlauf einmal mehr Nemo II herunter, mehr als der Ehrenplatz war allerdings nicht mehr möglich, was allerdings zugleich den Vize-Championtitel für Felix Gruber bedeutete. Steffi Mayr holte zum Abschluss der Saison Rang drei mit Jimmy, war aber bereits zuvor als Championesse 2022 des Mini-Traber-Team-Austria festgestanden. Die ebenfalls erstmals ohne Beifahrer agierende Leonie Taferner landete mit Sandy unmittelbar hinter Bruder Adrian Taferner mit Bounty, und konnte somit den dritten Gesamtrang absichern.

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Nero mit Timo Hammerschmidt


Den Auftakt in den Renntag machten die „Freunde des Trabrennsports“ wo der nach etwa 25 Jahren wieder im Sulky zu sehende Johannes Höfer bei seiner „Freunde-Premierenfahrt“ gleich einen Sieg holen konnte. Mit Dallas Venus erwischte er trotz 20 Meter Zulage einen perfekten Start und war schon bald an dritter Stelle auszunehmen. Mitte des Schlussbogens wurde Dallas Venus in die dritte Spur beordert, die stets davor trabende Raika Venus versuchte nun ihr Glück aus dem Windschatten des ständigen Piloten Onyx Venus. Im Einlauf war Dallas Venus am schnellsten und überflügelte noch Raika Venus und den lange den Ton angebenden Onyx Venus.

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Dallas Venus mit Johannes Höfer



Im ersten Profibewerb des Tages fackelte Christoph Fischer diesmal mit Lambo Fortuna nicht lange und strebte sofort die Spitze an. Von dort aus kontrollierte er geschickt Tempo und Gegner, um einen überlegenen neun Längen Erfolg zu feiern. Tusk war stets als drittes Pferd an der Innenkante zu sehen, und belegte mit Slalomfahrt ab Mitte des Schlussbogens noch Rang zwei vor Ghost. Dieser war von „Hansi“ Lichtenwörther etwa 1200 Meter vor dem Ziel vom Ende des Feldes in dritter Spur nach vorne geschickt worden, führte danach die zweite Spur an, konnte auf Grund des aufwendigen Pensums aber im Einlauf nicht mehr zulegen, womit er eben noch knapp von Tusk um das zweite Geld abgefangen wurde.

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Lambo Fortuna mit Christoph Fischer



Mit dem dritten Rennen startete diesmal die Super 76-Wette und gleich zum Auftakt gab es durch den Erfolg von Zanetti Venus einen planmäßigen Start. Johann Preining jun. hatte den ihn anvertrauten Zanetti Venus schon bald in optimale Lage im zweiten Paar aussen gebracht, griff Mitte des Schlussbogens in dritter Spur an, um sich nach Kampf knapp gegen den stets hinter ihm befindlichen Hot Hulk durchzusetzen. Quuenie kam hinter Hot Hulk auf den letzten 500 Meter gut weiter, fang jedoch hinter einer Wand an Teilnehmern keine freie Fahrt vor, ergatterte aber immerhin noch das dritte Geld.

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Zanetti Venus mit Johann Preining jun.



Nach einer turbulenten Startphase, wo sich einige Teilnehmer versäumten, oder mit Fehlern begannen, nutzte Thomas Pribil mit Rubino trotz der äussersten Startnummer in der ersten Reihe die Gunst der Stunde um sich Führung zu setzten und diese bis ins Ziel nicht mehr abzugeben. Unterwegs hatte die aus der zweiten Reihe gut ins Rennen gefundene MS Eyecatcher angebohrt, hatte aber keine Reserven, um Rubino zu erreichen, hielt allerdings Favoritin Zoe Venus so in Schach, dass diese keine freie Fahrt vorfand und somit nur auf Rang drei mit einigen Reserven endete.

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Rubino mit Thomas Pribil



Wie auch bereits in den zwei Rennen zuvor gelang es den drei hintereinander trabenden Pferden auf den Plätzen 1-3 einzulangen. Allerdings waren die Positionen unterwegs gar nicht so günstig, lag doch Harsateur als drittes Pferd innen, dahinter Vitesse Kronos RZ und Adessa. Auf Grund des flotten Tempos von Chuppa Chups an der Spitze, an dessen Seite sich Favorit Freeman Venus nach etwa einer Runde gesellte und dort Druck ausübte fielen die Kandidaten in zweiter Spur gehalten in der Folge zurück, womit sich eben Lücken für die innen gehaltenen Harsateur, Vitesse Kronos RZ und Adessa ergeben hatten. Chuppa Chups führte das Feld noch in den Einlauf an, daneben der nicht mehr zwingend wirkende Favorit Freeman Venus und in dritter Spur Harsateur der schnell vorbei war, sich nun aber dem Schlussangriff von Vitesse Kronos RZ ausgesetzt sah. Vitesse Kronos RZ wurde noch sehr schnell und setzte sich schlussendlich leicht mit drei Längen Vorsprung auf Harsateur durch. Adessa hatte sich im Einlauf auch nach aussen begeben, um wiederum sehr leicht vor den sich lange Zeit duellierenden Freeman Venus und Chuppa Chups zu landen.

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Vitesse Kronos RZ mit Mario Zanderigo



Nachdem sich Christoph Fischer bereits die andere Abteilung bis 6.000 Euro geholt hatte, ging er nun auch in der zweiten mit der vier Mal hintereinander siegenden Dancing Star Venus als Favorit ins Rennen. Nach ähnlichem Muster wie beim Triumph drei Wochen davor mit ebenfalls hoher Startnummer griff er im Messebogen – also etwa 1300 Meter vor dem Ziel an, setzte sich bald neben den etwa nach 400 Meter nach dem Start in Führung gezogenen Follow my Dreams und verabschiedete sich auf den letzten 600 Meter zu einem sicheren Erfolg mit zwei Längen, wo Christoph Fischer die 4-jährige Light Kronos-Tochter nur noch zum fünften Sieg in Folge auslaufen ließ. Mister Lord Venus attackierte auf der letzten Stallgeraden aus dem Hintertreffen vehement, kam in äußeren Spuren gut weiter und holte sich den zweiten Platz, den er allerdings mit dem ab dem Schlussbogen von ganz hinten aufkommenden Franklin Venus teilen musste.

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Dancing Star Venus mit Christoph Fischer



Den dritten Sieg des Tages holte sich Christoph Fischer mit Jasmine Dragon, mit der er in der Startphase des über die Steherdistanz führenden siebenten Rennen alles auf eine Karte setzte und sich bald an die Spitze setzte. Einmal mehr an diesem Renntag waren es die drei Pferde die hintereinander laufend zu sehen waren die unter den ersten Drei landeten. Lucky Steel hatte beim dritten Österreich-Antreten, erstmals aus der ersten Reihe antretend, einen blendenden Start erwischt und zunächst die Führung inne, ehe Jasmine Dragon vorbeizog, womit er in weiterer Folge hinter der Pilotin an der Innenkante zu sehen war. Im Einlauf hatte sich dann eine freie Passage ergeben und Lucky Steel griff die Führende Jasmine Dragon an, diese war ein wenig nach außen geraten, womit der hinter Lucky Steel laufende Lido an der Innenseite nun sein Glück versuchte und sich dabei auch zu Rang zwei vorbei geschummelt hatte, war er doch nach Kampfankunft hinter Jasmine Dragon noch vor Lucky Steel eingelangt. Hierzu gab es noch eine Untersuchung, die allerdings keine Veränderung am Ergebnis brachte.

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Jasmine Dragon mit Christoph Fischer



Zum siebenten Jahreserfolg gelangte Impensable. Zunächst gab der Sieger vom letzten Aufeinandertreffen Lucky Blue das Tempo vor, dahinter sah man Delta Venus und Glide Affair ehe nach etwa 600 Meter Eve de Veluwe aus der fünften Position nun in die zweite Spur geschickt wurde und sich an die Seite von Lucky Blue vorgeschoben hatte. Dahinter parkte „Hansi“ Preining Impensable ideal an vierter Stelle außen ein. Auf der letzten Gegenseite erhöhte Eve de Veluwe den Druck auf Lucky Blue der 500 Meter vor dem Ziel stark abbaute und zurückfiel. Eve de Veluwe hatte sich nun als mit Impensable ein wenig abgesetzt, dahinter versuchte noch New Flat OV dranzubleiben. Im Einlauf war Impensable rasch bei Eve de Veluwe vorbei, die das aufwendige Rennen im Finish zu spüren bekommen hatte und noch von New Flat OV sowie von der erst im Schlussbogen hinter Lucky Blue freikommenden Delta Venus abgefangen wurde.

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Impensable mit Johann Preining jun.



Nach kurzem Startduell zwischen Enable und Dream Lobell Venus setzte sich Dream Lobell Venus durch, legte an der Spitze ein stets sehr zügiges Tempo vor um überlegen vor der stets dahinter befindlichen Enable zu gewinnen. Platz drei ging an den stets an der Innenkante im Mittelfeld gehaltenen Black Rocket.

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Dream Lobell Venus mit Christoph Schwarz



Im Internationalen des Tages war Juliano Mo mit der innersten Nummer am schnellsten auf den Beinen, ließ aber sogleich Rolando Venus gewähren der wiederum Co-Favorit Undigious Diamant vorbei an die Spitze ziehen hat lassen. Cashback Pellini fand diesmal auch eine gute Lage vor war er doch bald als erstes Pferd in zweiter Spur zu sehen, erhöhte vor den Tribünen den Druck auf Undigious Diamant, um eine Runde vor Schluss selbst das Kommando zu übernehmen. 600 Meter vor dem Ziel wechselte Undigious Diamant dann in die zweite Spur, in Führung allerdings unverändert Cashback Pellini während nun Samir in dritter Spur sein Glück versuchte. Cashback Pellini war noch mit einer Länge Vorsprung in den Einlauf gekommen, jedoch wurde er dort kürzer und nochmals von Undigious Diamant angegriffen und überlaufen, behielt allerdings noch das zweite Geld. Rang drei ging an Juliano Mo der als drittes Pferd an der Innenkante lange Zeit keine freie Fahrt vorgefunden hatte, diese aber noch vor dem davor zu sehenden Rolando Venus fand dem mit Reserven nur Platz fünf blieb kämpfte sich doch außen Samir zum vierten Geld.

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Undigious Diamant mit Harald Sykora



Der Abschluss des Renntages war ein schöner wie auch gleichzeitig trauriger Moment für Freunde von Dragon Darche. Manfred Strebel dirigierte seinen Schützling stets an der Innenkante nach vorne, fand im Schlussbogen dann in die zweite Spur hinter Fantastic Chalerie um diese im Einlauf noch sicher zu überlaufen. Mit diesem Sieg beendete er seine erfolgreiche Karriere. Duc de Connee war im Schlussbogen ohne freie Fahrt hinter mehreren Teilnehmern ohne Möglichkeiten festgesessen, fand dann spät im Einlauf eine Passage, um förmlich noch herunterzufliegen, um schließlich Fantastic Chalerie noch den zweiten Platz zu entreißen.

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Dragon Darche mit Manfred Strebel

 

Bericht: Alexander Sokol
Redaktion: Andreas Binder
Fotos: Eddy Risavy (www.pferderennfoto.at